Presseerklärung Neue Mayo Feinkost (7.8.2017)

Neue MAYO hat Produkte mit belasteten Eiern vom Markt genommen

Produkte nicht gesundheitsgefährdend. Chargen sind identifiziert; nur geringe Mengen wurden verarbeitet. Geschäftsführer: „Qualitätsmanagement hat hervorragend funktioniert.“

Lübeck, 7. August 2017.

Die Neue MAYO Feinkost GmbH Lübeck (MAYO) hat die Rücknahme von Produkten vollzogen, die mit Eiern hergestellt wurden, welche vermutlich mit Fipronil belastet sind.
Betroffen waren kleinere Chargen „Porreesalat Toscana“ (MHD 20.08.2017), „Oma's Pellkartoffelsalat“ (MHD 16.08.2017), „Gosch Sonntagsfrühstück“, (MHD 28.08.2017), „Eiersalat klassisch“ (MHD 18.08.2017), „Hofgut Eiersalat“ sowie „Hofgut Thunfischsalat“ (beide mit MHD 16.08.2017)
 
Insgesamt sind lediglich sehr wenige belastete Eier bei MAYO verarbeitet worden. Aufgrund der geringen Mengen des Mittels in den Eiern als Zutat zu den Produkten bestand zudem zu keinem Zeitpunkt eine Gesundheitsgefährdung.

Nachdem der betreffende Vorlieferant den Verdacht auf Belastung bei MAYO gemeldet hatte, hat sich MAYO zur Abstimmung des weiteren Vorgehens an die zuständige Veterinärbehörde gewandt. Diese hat die Rücknahme der betroffenen Artikel angeordnet.

Thorsten Steinert, Geschäftsführer der MAYO: „Als Lebensmittelhersteller investieren wir viel in die Qualität und Sicherheit unserer Erzeugnisse und sind hier leider Opfer von Überwachsungslücken in der Zulieferkette geworden. Deswegen bin ich froh, dass unser Qualitätsmanagement hervorragend funktioniert hat und wir sehr schnell die belasteten Produkte zurücknehmen konnten.“

Das Insektizid Fipronil, das bei Lebensmittel liefernden Tieren nicht eingesetzt werden darf, ist vermutlich über Eierlieferungen aus den Niederlanden in die betroffenen Produkte geraten. MAYO ist dabei nur ein kleiner Abnehmer der belasteten Eier. Bundesweit sollen mehrere Millionen Eier in den Handel gelangt sein.
 
Weitere Informationen zu unseren Produkten und der Fipronil-Thematik finden Sie auf unserer Website www.mayo-feinkost.de

Pressekontakt: Thorsten Steinert, Tel.: 04 51 – 6 19 53 0

Fragen und Antworten zu Produkten der Neue Mayo Feinkost GmbH im Zusammenhang mit Fipronil in Lebensmitteln

Welche Produkte sind betroffen?

Porreesalat Toscana (MHD, 20.8.2017), Oma's Pellkartoffelsalat (Mindesthaltbarkeitsdatum 16.08.2017), Gosch Sonntagsfrühstück (MHD 28.8.2017), Eiersalat klassisch (MHD 18.08.2017), Hofgut Eiersalat (MHD 16.08.2017), Hofgut Thunfischsalat MHD (16.08.2017). Die Produkte wurden in Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein vertrieben.

Wie viele Eier können verzehrt werden, ohne dass der gesundheitliche Richtwert (akute Referenzdosis) überschritten wird?

Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Berlin, kann von folgendem Sachverhalt ausgegangen werden:
Beispielhaft kann bei dem bislang höchsten in Belgien (nicht in Deutschland!) gemessenen Gehalt von 1,2 mg Fipronil/kg ein Kind mit einem Körpergewicht von 16,15 kg rein mathematisch 1,7 Eier (bei einem Eigewicht von 70 g) und ein Erwachsener von 65 kg Körpergewicht 7 Eier an einem Tag (einmalig bzw. innerhalb von 24 Stunden) essen, ohne dass der gesundheitliche Richtwert, die akute Referenzsdosis (ARfD), überschritten wird.
Ein Kind mit einem Körpergewicht von 10 kg, was einem Alter von etwa einem Jahr entspricht, kann danach 1 Ei pro Tag (einmalig bzw. innerhalb von 24 Stunden) essen, ohne dass der gesundheitliche Richtwert, die akute Referenzdosis (ARfD), überschritten wird.
Eine Überschreitung der ARfD bedeutet aber nicht zwangsläufig eine konkrete Gesundheitsgefährdung.
(Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Berlin www.bfr.bund)

Ist der Verzehr der belasteten Salate gefährlich?

Basierend auf den vorweg erwähnten Einschätzungen des Bundesinstituts für Risikobewertung erscheinen die möglicherweise in den vorsorglich zurückgenommenen Produkten vorhandenen Mengen zu gering für eine gesundheitliche Gefährdung.

Was ist Fipronil?

Fipronil ist ein Breitspektrum-Insektizid. Es wird u.a. gegen Flöhe, Läuse, Zecken, Schaben und Milben eingesetzt. Eine Anwendung an Lebensmittel liefernden Tieren (Nutztieren) ist nicht zulässig. (Quelle: BfR)

Wie kommt Fipronil in die Produkte?

Die Untersuchungen dazu laufen noch. Nach derzeitigem Kenntnisstand kommt das Mittel in die Eier, weil Hühnerställe in mehreren Legebetrieben in Holland und Belgien mit einem Fipronil-haltigen Desinfektionsmittel gereinigt wurden.

Wie und wann hat MAYO von der Belastung erfahren und wie reagiert?

MAYO wurde am 3. August 2017 von dem betreffenden Vorlieferanten unterrichtet und hat daraufhin unverzüglich die nötigen Maßnahmen eingeleitet.

Was hat MAYO unternommen, um die Verbraucher zu schützen?

Als Lebensmittel-verarbeitendes Unternehmen hat MAYO ein Qualitätsmanagement, das im Fall einer Information oder eines Befundes mehrere Maßnahmen einleitet – so auch in diesem Fall:

- Nach der Unterrichtung durch unseren Lieferanten haben wir die für uns zuständige Behörde unterrichtet.
- Wir haben anhand der Informationen des Lieferanten die betreffenden Produkte identifiziert.
- Wir haben unsere Handelskunden informiert und gebeten, die betreffenden Produkte aus dem Verkauf zu nehmen.
- Die Auslieferung bereits fertiggestellter, aber noch nicht ausgelieferter Produkte haben wir sofort gestoppt.
- Zur Information der Verbraucher haben wir umfassende Informationen – zum Beispiel dieses Dokument mit Fragen und Antworten – erstellt und veröffentlichen dies u.a. auf unserer Website.

Kann man davon ausgehen, dass alle MAYO-Produkte, die jetzt im Handel sind, unbelastet sind?

Wir konnten alle uns nach derzeitigem Stand bekannten Produkte identifizieren und vorsorglich zurücknehmen.

Was wird MAYO unternehmen, um künftige Belastungen auszuschließen?

Wir werden analysieren, ob und welche Maßnahmen von unserer Seite sinnvoll sind, um die Qualität weiter zu sichern – denn wir leben davon, dass unsere Produkte gut schmecken und die Konsumenten natürlich darauf vertrauen können, dass sie höchsten Qualitätsansprüchen genügen.

Wo erhalten interessierte Verbraucher weitergehende Informationen zu Fipronil in Lebensmitteln?

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat auf Basis einer Mitteilung im Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel (RASFF), der zufolge in Belgien erhöhte Gehalte an Fipronil in Eiern und Hühnerfleisch festgestellt wurden, eine Risikobewertung erstellt:

http://www.bfr.bund.de/cm/343/gesundheitliche-bewertung-der-in-belgien-nachgewiesenen-einzeldaten-von-fipronilgehalten-in-lebensmitteln-tierischen-ursprungs.pdf

Vor diesem Hintergrund hat das Institut die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema zusammengefasst.

Gosch Witt